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2022-03-15

GESUNDE ERNÄHRUNG - ES KOMMT NICHT NUR AUF DIE ZUTATEN AN

Gesunde Ernährung ist für die Kindertagesstätte Haar gGmbH, neben frühkindlicher Bildung und Erziehung, ein wichtiges Element, um die Kinder beim Großwerden optimal zu begleiten. In unseren Einrichtungen nehmen die Kinder bis zu drei Mahlzeiten am Tag ein. Diese werden täglich von den Hauswirtschafterinnen frisch zubereitet.

Auch die Hauswirtschaft ist ein Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Deshalb sind die Hauswirtschafterinnen allen Kindern bekannt. Sie nehmen am Morgenkreis teil und zeigen den Kindern, was sie an diesem Tag Leckeres kochen werden. Durch diese Methode wissen die Kinder, wer für sie kocht und welche Lebensmittel zubereitet werden. So verstehen sie Zusammenhänge und haben einen Bezug zu den Speisen.

Alle Mahlzeiten sind aufeinander abgestimmt. Unser Speiseplan orientiert sich an den entsprechenden Ernährungsrichtlinien (u.a. nach dem Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung). Er ist vielfältig, abwechslungsreich und wir bevorzugen regionale, saisonale, Vollwert- und Bioprodukte. Somit tragen die Mahlzeiten zu einer gesundheitsfördernden Ernährung der Kinder bei.

Aber nicht nur das WAS wir essen trägt zu einer gesunden Ernährungsweise bei, sondern vor allem das WIE wir zusammen essen.
In guter Stimmung schmeckt es einfach besser – Deshalb ist der Tisch immer schön gestaltet. Die Getränke werden aus Glastassen, die Speisen von Porzellantellern eingenommen. Auch die „Kleinsten“ haben bei uns kein Plastikgeschirr. Die Kinder nehmen die Mahlzeiten gemeinsam mit den Erzieher*innen und auch den Hauswirtschafter*innen in den jeweiligen Gruppen ein. Hierbei nehmen die Erwachsenen eine große Vorbildfunktion ein. Dieses ist wichtig, da Kinder durch Beobachtung und Nachahmung lernen. Wenn wir regelmäßig abwechslungsreiche Speisen auf den Tisch bringen, selbst zugreifen und mit Genuss Salat und Gemüse essen, bleibt das bei den Kindern nicht ohne Wirkung.

„Gesund“ ist für Kinder kein Argument, etwas zu essen, „lecker“ schon eher.

Jede Mahlzeit hat ihr eigenes Ritual, wie Tischsprüche, Reime oder Lieder, mit denen gemeinsam begonnen und auch geendet wird. Kinder lernen aber nicht nur durch Beobachtung, sondern auch durch Beteiligung. Deshalb werden die Kinder beim Decken und Abräumen des Tisches mit einbezogen. Je nach Alter schöpfen sie sich das Essen selbst oder sie schenken sich das Getränk mit kleinen Glaskaraffen eigenständig ein.
Hierbei ist es uns sehr wichtig, dass sich die Kinder die Speisen und ebenso die Menge selbst auswählen und auffüllen dürfen.
Sie lernen dadurch, ihr Sättigungsgefühl erst einmal wahrzunehmen und es nach und nach kennenzulernen. Deshalb muss auch kein Kind die Hauptspeise aufessen, um die Nachspeise zu bekommen.

Natürlich ist es nachvollziehbar, die Nahrung zu würdigen und nicht verschwenderisch mit ihr umzugehen. Allerdings kann der Zwang, den Teller leeren zu müssen, negative Folgen auf die späteren Ernährungsgewohnheiten haben: Wer zum Aufessen gezwungen wird, kann kein eigenes Sättigungsgefühl lernen und im späteren Lebensverlauf ein erhöhtes Risiko für Übergewicht und ein gestörtes Essverhalten entwickeln.
Wichtig ist, dass wir eine Vielfallt an Nahrungsmittel anbieten und die Kinder diese in und durch verschiedene Gerichte kennenlernen. Selbstverständlich mögen sie nicht alles. Und das ist völlig in Ordnung. Aber es ist gut, wenn Kinder lernen, dass es diese große Vielfalt gibt – und dass es sich lohnen kann, immer wieder aufs Neue zu probieren.

Denn letztlich handelt es sich bei den typischen Ablehnungserscheinungen um vorübergehende Phasen. So ist es normal, dass Kinder in einem bestimmten Alter besonders bittere und auch grüne Gemüsesorten nicht mögen, wie z.B. Rosenkohl oder Brokkoli. Der Grund: Die kindlichen Geschmacksknospen reagieren weitaus sensibler auf Bitterstoffe – insbesondere, um sie vor dem Verzehr ungenießbarer oder giftiger Speisen zu warnen. Die grüne Farbe signalisiert evolutionär Unreife und Unbekömmlichkeit. Auch Blattsalate kommen bis zu einem bestimmten Alter nicht immer gut an – weil das kindliche Gebiss damit eher schlecht als recht umgehen kann.

Während der Mahlzeiten legen wir großen Wert auf eine gute und aufmerksame Gesprächskultur. Die Speisen und Lebensmittel werden benannt, die Kinder erzählen und tauschen sich über die Ereignisse des Tages aus.

Alle Mahlzeiten werden von uns so gestaltet, dass die Kinder sie in einer entspannten positiven und angenehmen Atmosphäre, mit genügend Zeit zum Essen, erleben. Sie gelten für uns als pädagogisch wertvolle Situationen. Neben dem Erlernen von Tischmanieren und Esskultur, sind unsere Mahlzeiten vor allem ein Ort, an dem Kinder Gemeinschaft erleben, sinnliche Erfahrungen machen, sich austauschen, gesehen und gehört werden und primär Freude am Essen erleben.

Sorgfältig ausgewählte Lebensmittel, abwechslungsreiche, kindgerechte, liebevoll zubereitete Kost und miteinander essen in positiver Stimmung, sind enorm wichtig, für das körperliche und geistige Wohl eines Kindes - und somit Voraussetzung, dass es gesund groß werden kann.

Admin - 10:09:30 @ Allgemein



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